Delegationsreisen

Reisen bildet – das gilt speziell auch für VDWF-Delegationsreisen. Die jeweils rund einwöchigen Rundreisen in meist ferne Länder werden durch die Geschäftsstelle organisiert und geleitet.

Auf dem Programm stehen Vor-Ort-Besuche bei Werkzeug- und Formenbau-Unternehmen, der jeweils nachgelagerten Serienfertigung sowie Treffen mit Verbänden und Politik des Gastgeberlandes. So machen Sie sich selbst ein Bild der Lage und der Austausch mit Ihren (Reise-)Kollegen kommt ganz sicher auch nicht zu kurz.


Bisherige Delegationsreisen

  • 2024 – Japan
  • 2021 – entfallen wegen Corona-Pandemie: Israel
  • 2020 – entfallen wegen Corona-Pandemie: Südkorea
  • 2018 – Nordamerika
  • 2016 – China
  • 2013 – Türkei
  • 2012 – Südafrika
  • 2011 – Japan
  • 2005 – Dubai
  • 2003 – China
  • 2000 – USA und Kanada
  • 1996 – USA

 

Fragen zu Delegationsreisen?

Claudia Michel
VDWF-Außenstelle Schmalkalden

+49 (0)162 3567853
E-Mail schreibenzum Kontaktformular


Japan 2024

Bereits 2011 besuchte der Verband das Land der aufgehenden Sonne. In diesem Jahr knüpfte eine 25-köpfige Reisegruppe an diese Erfahrungen an und erkundete, was sich seit dem letzten Besuch in der Branche getan hat und wie sich die Widersprüche der japanischen Gesellschaft in der Werkzeug- und Formenbau-Industrie widerspiegeln.

Die Reise des VDWF eröffnete tiefe Einblicke in das kontrastreiche Wesen des Landes – sowohl in der Gesellschaft als auch in der Arbeitswelt. Doch was können die deutschen Werkzeugmacher mitnehmen? Prof. Thomas Seul, Präsident des VDWF, ordnet die Eindrücke so ein: «Loyalität und Fleiß in der japanischen Arbeitsweise sind durchaus bemerkenswert. Harmonie, im Sinne des Einklangs eines funktionierenden Systems als Ganzes, findet man hier in technischer Hinsicht ebenso wie bei den Arbeitnehmern. Man arbeitet in klaren hierarchischen Strukturen, für uns hingegen ist ein Dialog auf Augenhöhe ein wichtiger Aspekt unseres Selbstverständnisses bei der Erfüllung von Aufgaben, um Probleme zu lösen oder Innovationen voranzutreiben.»

Auch bei der Automatisierung braucht sich die deutsche Industrie laut Thomas Seul nicht vor dem japanischen Technologievorsprung zu verstecken: «Bei seriengefertigten Bauteilen sind wir zwar noch nicht ganz so weit wie Fanuc oder Amada, aber im Bereich flexibler Automatisierungslösungen für die Einzelfertigung ist Deutschland eine Nasenlänge voraus.»

Artikel aus VDWF im Dialog 2/24


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Nordamerika 2018

Sieben Tage, zwei Länder, ein Kontinent: Eine 18-köpfige Delegation des VDWF brach Mitte September zu einer einwöchigen Reise nach Nordamerika auf. In Kanada und den USA sammelten Unternehmensvertreter deutscher Werkzeug- und Formenbauer faszinierende Eindrücke bei ihren Übersee-Kollegen.

Angeführt wurde die VDWF-Delegation von Verbandspräsident Professor Thomas Seul. Sein Fazit der Nordamerika-Reise vorweg: «Wir haben Kollegen erlebt, die uns nicht nur mit offenen Armen und äußerst freundlich empfangen haben, sondern die uns mit ihren Produktionsstandards und ihrem Unternehmens-Spirit beeindruckt haben.» Die «Reisegruppe» aus Deutschland bekam bei vielen Firmenbesuchen tiefe Einblicke in die Produktion von Gütern und Werkzeugen und sie entdeckten ihre Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten mit den Nordamerikanern. Beim Thema Fachkräftemangel etwa: «In Kanada wie auch in den USA hat die junge Generation kaum Interesse am Werkzeugmacher-Beruf. Gleichzeitig werden auch dort die Maschinen immer komplexer und schwieriger zu bedienen sein», berichtet Thomas Seul.

Artikel aus VDWF im Dialog 04/18

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Japan 2011

Der 15-köpfigen Reisegruppe des VDWF sollten die Tage mit den japanischen Gastgebern einige erstaunliche neue Eindrücke vermitteln. Beim ersten Treffen mit den Repräsentanten des japanischen Werkzeug- und Formenbauverbands, der rund 700 Mitglieder zählt, wies dessen Präsident, Professor Tatsuhiko Aizawa, auf die lange gemeinsame Tradition zwischen Deutschland und Japan hin. Wichtig für die Entwicklung Japans war die kulturelle Öffnung des Landes vor rund 400 Jahren. Und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts genießen deutsche Produkte bei Japanern einen sehr guten Ruf.

VDWF-Präsident Professor Thomas Seul hat in seiner Begrüßungsrede darauf hingewiesen, dass beide Länder nicht nur historisch, sondern auch in der Gegenwart erstaunliche Parallelen aufzuweisen scheinen. Die Ökonomien haben mit fast den gleichen Problemen in der globalisierten Wirtschaftswelt zu kämpfen, beide Länder fertigen Industriegüter auf höchstem Niveau, beide Kulturen lieben das Forschen und Tüfteln, und sie müssen sich als wichtigste Ressource auf das Wissen ihrer Menschen konzentrieren, nennenswerte Bodenschätze spielen hier wie dort keine Rolle.

Mit welcher Philosophie sich Japan als Hightech-Land hinsichtlich Maschinenbau, Fertigungstechnologien und Personalführung den globalen Herausforderungen stellt, konnte die VDWF-Reisegruppe innerhalb der einwöchigen Reise erleben.

 

Artikel aus VDWF im Dialog 1/11