Studienstart Anwendungstechniker (FH) für additive Verfahren / Rapid-Technologien

Vergangene Woche startete die erste Präsenzphase für die Studierenden des neuen
berufsbegleitenden Zertifikatsstudiums „Anwendungstechniker (FH) für Additive Verfahren/Rapid‐
Technologien» an der Hochschule Schmalkalden. Das innovative Studium wurde in Zusammenarbeit
mit dem Verband Deutscher Werkzeug‐ und Formenbauer (VDWF), dem Institut für werkzeuglose
Fertigung (IwF) der Fachhochschule Aachen und dem Fachgebiet Fertigungstechnik der Universität
Duisburg‐Essen entwickelt und soll insbesondere technischen Fachkräften Kompetenzen für die
Nutzung von Additiven Fertigungsverfahren vermitteln und Sie in die Lage versetzen, diese
zielführend und gewinnbringend in die betrieblichen Prozesse einzubinden.

11 Studierende aus ganz Deutschland reisten zum Studienstart nach Schmalkalden. In den nächsten
zwei Semestern werden sie sich umfangreiche Kenntnisse über technologische Aspekte, Werkstoffe
und Konstruktionsweisen der Additiven Fertigung aneignen und die Kompetenz erwerben, Chancen
und Risiken im Bereich der Rapid‐Technologien zu analysieren und zu bewerten sowie Projekte aus
dem Bereich der Additiven Fertigung eigenständig und unter Berücksichtigung von Kosten‐ und
Qualitätsaspekten zielorientiert umsetzen zu können.

Begrüßt wurden die Studierenden vergangenen Donnerstag von Peggy Schütze, Studienkoordinatorin
am Zentrum für Weiterbildung der Hochschule Schmalkalden. In der Vorstellungsrunde erzählte
jeder Kursteilnehmer zunächst, woher er kommt, was sein beruflicher Hintergrund ist und warum er
sich für das Studium entschieden hat. Die Motivationen der Kursteilnehmer sind dabei sehr
unterschiedlich und gehen von privatem Interesse über eine neue Position im Unternehmen zu
beruflicher Neuorientierung oder Aufbau einer Selbständigkeit im 3D‐Druck‐Bereich.

Ziel der ersten Präsenzphase war, sich zunächst mit den Grundlagen und Rahmenbedingungen der
Additiven Fertigung vertraut zu machen. Sebastian Platt von der Universität Duisburg‐Essen und
erster Dozent im Studium erläuterte den Studierenden das Innovationspotential, die Grenzen und
Handlungsfelder der Additiven Fertigung sowie die einzelnen Verfahren. Auf dem Lehrplan standen
zudem Preprocessing, Postprocessing, Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit. Darauf aufbauend
betrachtete Prof. Dr. Thomas Seul, Studiengangleiter und Professor für Fertigungstechnik und
Werkzeugkonstruktion an der Hochschule Schmalkalden die einzelnen Werkstoffe und deren
Qualifizierung für die Additive Fertigung. Beim anschließenden Praktikum im Kunststofflabor konnten
die Studierenden die theoretisch erlernten Inhalte dann selbst erproben. In zwei Praktika
bestimmten sie Mechanische Kennwerte und führten Versuche zur Rheologie, dem Verformungsund
Fließverhalten der Kunststoffe durch. Den Abschluss der Präsenzphase übernahm Praxisdozent
Antonius Köster, Geschäftsführer der Antonius Köster GmbH & Co. KG aus Meschede ‐ ein
Unternehmen spezialisiert auf die Bearbeitung organischer Formen im 3D‐Druck. Das Thema seiner
Vorlesung lautete «3D‐Druck im nichtindustriellen Bereich».

Die Studierenden werden innerhalb des nächsten Jahres zu sechs weiteren Präsenzphasen nach
Schmalkalden, Aachen, Duisburg und Halver reisen. Auf dem Lehrplan stehen dann „Kunststoffbasierte
additive Fertigungsprozesse», «Metall‐basierte additive Fertigungsprozesse»,
«Produktentwicklungsprozess und Konstruktion», «Qualitätssicherung und ‐kontrolle»,
«Innovationsmanagement», «Additive Fertigungsprozesse für nichtmetallisch‐anorganisch
Werkstoffe», «Einführung additiver Verfahren und Prozesse in die betriebliche
Produktionsumgebung», «Projektmanagement», «Kommunikation und Präsentation technischer
Projekte» sowie Praxisanwendungen.

Für Studieninteressierte gibt es weiterführende Informationen auf der Webseite des Zentrums für
Weiterbildung unter: www.hs‐schmalkalden.de/Rapid_Technologien oder direkt bei Frau Schütze
telefonisch unter 03683 688‐1762 bzw. per E‐Mail an p.schuetze@hs‐sm.de 


Bilder

Dokumente

Studienstart_Anwendungstechniker_ps.pdf


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