Firmenportrait: DCAM – Die Erodier-Software-Experten aus Berlin

Das Berliner Software-Unternehmen DCAM GmbH wurde 1990 gegründet und entwickelt exklusiv Software­lösungen für das Drahterodieren. Mit der Programmiersoftware DCAMCUT und seit Neuestem auch DressCAM X, werden Kunden aus dem Maschinen-, Werk­­zeug- und Formenbau bedient bzw. das funkenerosive Abrichten profilierter Schleifscheiben präzise und schnell auf der Maschinensteuerung programmiert.


Premium-Erodiersoftware seit 30 Jahren

Hinter der Erodiersoftware von DCAM stehen 15 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Teltow bei Berlin. «Die Kollegen sorgen hier für den richtigen Spirit, sie prägen unser Unternehmen, wir sind ein echtes Team», sagt Geschäftsführer Jens Franke. Der 48-Jährige kam 2008 ins Unternehmen und übernahm 2010 die Geschäftsführung. Seine Rolle definiert er als Dirigent und Motivator: «Unsere Leute haben hier sehr viel Gestaltungsfreiheit. Daraus entsteht ein Wir-Gefühl im Unternehmen. Unsere Kunden spüren das in der Betreuung – ihre Probleme machen wir auch zu unserer Sache und sind mit ihnen an ihrer Maschine und an ihren Aufgaben.»

Was dürfen die Nutzer also von DCAMCUT erwarten? Ganz oben steht die Effizienz. Die Software arbeitet direkt mit den 3D-Daten der CAD-Programme, mit denen die Konstrukteure der Kunden ihre Werkstücke entwerfen – der Datenimport funktioniert dabei schnell und einfach. «Man kann unglaublich viel aus einer simplen CAD-Datei herauslesen – wir verwerten alle vorhandenen Daten und entlasten damit die User», erklärt Jens Franke. «Änderungen am 3D-Modell übernimmt unser Programm direkt und überprüft anhand der nativen Flächeninformationen die Erodierbarkeit. Das macht die Dinge umso einfacher, je komplexer die Teile werden.»

DCAMCUT zeigt sämtliche erodierbaren Geometrien an. Es greift durch abgespeicherte Vorlagen auf die Erfahrungen vorheriger Bearbeitungsprozesse zurück. Probleme sind also direkt sichtbar und können von den Konstrukteuren behoben werden, bevor die Bearbeitung auf der Maschine beginnt – die Zahl der Fehlproduktionen sinkt.

Der Programmierprozess ist dabei fast vollständig automatisiert, der passgenaue NC-Code für die Maschine entsteht bereits parallel im Hintergrund: Dem User werden währenddessen aber nur die Bedienelemente angeboten, die für die Bearbeitung notwendig sind. Jens Franke: «Wir legen viel Wert darauf, dass die Software die Aufgabenstellungen der Anwender erfüllt und intuitiv bedienbar ist: Auch wenn ich einen Laien an unsere Software setze, gelingt es ihm recht schnell, ein NC-Programm zu generieren. Da haben wir irgendwas richtig gemacht …»


Immer an den Bedürfnissen der Branche

Ein weiterer Vorteil von DCAMCUT ist das 4-Achsen-Ausräumen von nicht entformbarem Überschuss beim Drahterodieren. Ausfallteile müssen bisher personal- und zeitintensiv gesichert werden. «Wenn die Maschinen durchgehend arbeiten, man Ausfallteile nicht beachten muss, sondern den Materialüberschuss komplett entfernt, ist das oftmals viel effizienter», sagt Jens Franke. «Die Maschine kann dadurch über Nacht bedienerautonom laufen – und Geld verdienen.» Zusammengefasst bietet DCAM seinen Kunden ein wirtschaftliches, sicheres und präzises Werkzeug - ein Erodierprogramm, das längere Maschinenlaufzeiten ermöglicht und Personal- sowie Materialkosten spart.

Doch nicht nur mit der Software ist DCAM nah an der Branche: Unter den Kundenbetreuern und Anwendungstechnikern arbeiten Werkzeugmacher, die wissen, «wo der Schuh drückt», berichtet Jens Franke. Die meisten Beratungs- und Präsentationstermine finden – und das nicht erst seit Corona – über eine Online-Plattform statt. «Unsere Anwendungstechniker lösen mit dem Kunden online Probleme oder knifflige Bearbeitungsanforderungen. Interessenten fragen wir bewusst nach dem, was sie nicht können», so Franke. «Dann werden auch mal Werkstückdaten ausgetauscht und wir zeigen in so einer Präsentation, wie wir ihre Schwierigkeiten mit unseren Funktionen und Arbeitsweisen von DCAMCUT lösen würden. Da können wir immer wieder positiv verblüffen.» Ergänzend betreibt DCAM am Unternehmenssitz in Teltow ein Lehrgangszentrum mit bis zu acht Plätzen inklusive Schulungsrechnern mit Virtual-Desktop-Infrastruktur, das auch für Online-Lehrgänge genutzt wird. Darüber hinaus verfügt das Zentrum über eine Mitsubishi MP2400 mit einer Dreh-Schwenkachse MA2-100 von ITS. «Darauf haben wir Wert gelegt», sagt Jens Franke, «denn wir wissen, dass die Teilnehmer im Alltag mit beidem – also Software und Maschine – umgehen müssen.» Um das auch mal ohne Auftragsdruck erlernen und erfahren zu dürfen, werden zukünftig auch Weiterbildungslehrgänge für Auszubildende, Studenten oder Fachkräfte angeboten.

Seit 2009 gehört DCAM zur Tebis AG und bietet über die Muttergesellschaft nicht nur weitere Softwarekomponenten, sondern auch eine eng abgestimmte, fertigungsnahe Beratung für Unternehmen – und das nicht nur zum Drahterodieren. |



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